21.09.11 15:56 Alter: 241 days

Schmid Polysilicon Production komplett in Betrieb

 

Mit dem erfolgreichen Produktionsstart der Hydrochlorierung zur Herstellung von Trichlorsilan hat die Schmid Silicon Technology die Inbetriebnahme ihrer eigenen auf Monosilan basierenden Produktionsanlage zur Herstellung von Polysilizium innerhalb von nur 4 Monaten erfolgreich abgeschlossen.

Damit schließt SST den kompletten Produktionskreislauf vom metallurgischen Silizium bis zum hochreinen Polysilizium. Jochen Schneider, CEO der SST, zeigte sich sehr zufrieden mit der zügigen Inbetriebnahme: „Mit dem Produktionsstart der Hydrochlorierung wurde nach dem „first monosilan out“ am 16. Mai 2011 und dem „first silicon out“ am 12. Juni 2011 der letzte wichtige Meilenstein in der Inbetriebnahme der Produktionslinie erreicht. Wie bereits in der Pressemitteilung vom 31. August 2011 gemeldet, konnte gleichzeitig innerhalb dieser kurzen Zeit eine herausragende Qualität des Siliziums erreicht werden, welches die derzeitigen Anforderungen an Solarsilizium bei weitem übertrifft und sogar den Ansprüchen der Elektronik-Industrie genügt.“

Die auf Monosilan basierende Siliziumtechnologie der SST unterscheidet sich von den herkömmlichen Herstellungsverfahren durch die schlanke, optimierte Prozessführung bei einem äußerst geringen Energie- und Rohmaterialverbrauch. Neben dem damit verbundenen Kostenvorteil von ca. 40% im Vergleich zu  der Siemens Technologie bei gleichzeitig höchster Produktqualität zeichnet sich dieses Verfahren durch eine vorteilhafte Umweltbilanz aus. Die Schmid Polysilicon Production ermöglicht der Schmid Silicon Technology die Realisierung weiterer Verbesserungen und bildet die Plattform für die Entwicklung neuer innovativer Technologien auf Basis von Monosilan, mit welchen bereits begonnen wurde.

Die einzigartige SST-Technologie zur Hydrochlorierung überzeugt gegenüber dem Wettbewerb durch verschiedene Merkmale. Der Hydrochlorierungsreaktor wird bei einem Druck von nur etwa 10-12 bar betrieben. Das führt zu erheblich reduziertem Energiebedarf beim Erreichen der Druckstufe und zu Vorteilen bei der Konstruktion der verschiedenen Apparate. Durch den geringen Betriebsdruck wird gleichzeitig auch die Bildung von Ablagerungen durch beispielsweise Metallchloride deutlich reduziert.  Mit der SST-Hydrochlorierungstechnologie kann sowohl  Siliziumtetrachlorid als auch Chlorwasserstoffgas je nach Marktsituation verwendet werden.

Die im herkömmlichen Siemens-CVD-Verfahren freigesetzten Substanzen Siliziumtetrachlorid, Chlorwasserstoffgas und Wasserstoff können ebenfalls direkt in der SST-Hydrochlorierung verwertet und zu Trichlorsilan umgesetzt werden. 

 Mit dem Betrieb einer eigenen Produktionsanlage für Polysilizium mit 94 Mitarbeitern hat sich die Schmid Silicon Technology damit in der Branche ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal geschaffen.